Stadttheater Giessen
    Andreas Scheidegger

    Der gebürtige Berner Andreas Scheidegger studierte Gesang bei Dennis Hall in Bern. Sein erstes Engagement erhielt er am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, wo er von 1997 bis 2005 festes Ensemblemitglied war. Seither arbeitet er als freischaffender international gefragter Tenor. Sein Repertoire umfasst unter anderem Partien wie FAUST (Gounod), RIGOLETTO-Herzog, Alfredo (LA TRAVIATA), Titus (LA CLEMENZA DI TITO), Belmonte (DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL), Tamino (DIE ZAUBERFLÖTE), Don Ottavio (DON OTTAVIO), Lenski (EUGEN ONEGIN) und Camille de Rosillon (DIE LUSTIGE WITWE). Mit der Partie des Renaud in Glucks ARMIDE feiert er sowohl bei der Eröffnungspremiere der Wiesbadener Maifestspiele als auch bei den Internationalen Gluck-Festspielen Nürnberg 2005 und später in Tel Aviv große Erfolge. Ebenso erfreulich debütiert er gleichzeitig als Tamino an der Wiener Volksoper und an der Stuttgarter Staatsoper. Viele Gastspiele führen ihn ebenfalls nach Bern, Essen, Kassel, Bonn, Köln, Freiburg, Rostock, Antwerpen, Porto, Seoul, Istanbul und ans Sommerfestival von Avenches, wo er 2009 unter der Regie von Giancarlo del Monaco als Don Ottavio mitwirkte. Ein weiterer wichtiger Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn bildet die Zusammenarbeit mit Maestro Zubin Mehta und dem Israeli Philharmonic Orchestra in einer Produktion von Mozarts ‚Entführung aus dem Serail‘ in Tel Aviv. Ebenda debütiert er Anfang 2010 als Faust in Gounods gleichnamiger Oper unter der Leitung von Omer Wellber.
    Daneben pflegt der Tenor auch eine rege Konzerttätigkeit. So singt er in der Tonhalle Zürich an der Seite von Künstlern wie Edita Gruberova oder Laszlo Polgar unter der Leitung von Howard Griffiths und Muhai Tang Werke von Haydn und Mozart. Anlässlich der Wiesbadener Maifestspiele debütiert er in Rossinis STABAT MATER und unter dem Dirigat von Ulf Schirmer in Beethovens Messe in C-Dur. Wichtige Konzertstationen des Sängers wie mit Haydns JAHRESZEITEN oder Beethovens MISSA SOLEMNIS finden in Aachen unter der Leitung von Dirigenten wie Marcus Bosch und Paul Goodwin statt. Der vielseitige Tenor zeigt sich bei der Interpretation geistlicher Musik von Bach, Haydn, Mozart und Beethoven bis hin zu großen romantischen Werken wie Mendelssohns ELIAS, Dvoraks REQUIEM oder dem weltlichen LIED VON DER ERDE Gustav Mahlers genauso stilsicher wie im Bereich des Musiktheaters. In Gießen wird er nun als Tamino und Camille de Rosillon zu hören sein.