Stadttheater Giessen
    Henry Arnold

    Henry Arnold wurde in Hamburg geboren und wuchs in München auf. Der Schauspieler, Musiker und Regisseur absolvierte eine Schauspielausbildung in München, studierte zudem Germanistik und Musikwissenschaften in München und Berlin, Klavier (Musikhochschule München, als Gast) und Dirigieren (Hochschule der Künste Berlin). Schauspiel-Engagements führten ihn an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, die Volksbühne Berlin und das Schauspielhaus Zürich. Er wirkte bei zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, seine wohl prominenteste Filmrolle ist die des Hermann Simon in der Trilogie HEIMAT von Edgar Reitz. Ab 1998 begann er vornehmlich als Regisseur zu arbeiten, und betreute zunächst als Mitarbeiter von Hans Neuenfels Operninszenierungen an der Staatsoper Stuttgart (DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, 1998), bei den Salzburger Festspielen (COSÍ FAN TUTTE, 2000/01)  und in Basel (PENTHESILEA, 2007). Er inszenierte regelmäßig bei den Festspielen Schwäbisch Hall  (u. a. DER NAME DER ROSE, MEISTERKLASSE, DER PARASIT). Weitere Regiearbeiten führten ihn u. a. an das Staatstheater Darmstadt (Lortzing, ZAR UND ZIMMERMANN, 2002) und an das Pfalztheater Kaiserslautern (DER KÖNIG KANDAULES von Alexander Zemlinsky, 2009). Am Stadttheater Gießen zeichnete er bisher für DIE VERKAUFTE BRAUT, KLEINE EHEVERBRECHEN, DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN und VÄTER verantwortlich. 2010 übernahm er die Dramaturgie für Hans Neuenfels‘ Neuinszenierung von Wagners LOHENGRIN bei den Bayreuther Festspielen. In dieser Spielzeit hat er MANN-O-MONEY, einen musikalischen Abend mit den SCHMACHTIGALLEN um schwarze Zahlen, schwarze Kassen und schwarze Schafe, und Franz Lehárs DIE LUSTIGE WITWE inszeniert.